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Effektive Langsamkeit

2020 – mein Jahr der effektiven Langsamkeit!

In meinem Skizzenbuch zu zeichnen und dabei den Stift absichtslos „laufen zu lassen“, bedeutet für mich höchste Entspannung. Mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass dabei oft Bilder entstehen, die mir etwas aus meinem Innersten preisgeben, was mir in diesem Moment so noch nicht bewusst war.

Ich erzähle gewissermaßen mir selbst von mir selbst, von meinen verborgenen Gedanken, Wünschen, Sehnsüchten ... es ist eine Art Psychohygiene und Meditation in einem. Ihr merkt schon, ich gerate ins Schwärmen. ;-)

 

Doch zurück zu 2020.

 

Anfang des Jahres fühlte ich mich ausgelaugt und urlaubsreif. Das ist nichts Neues, denn es geht bei mir im Job ab September durch. Gleichzeitig versuche ich das Neue Jahr entsprechend schwungvoll und strukturiert anzugehen, womit ich mich zusätzlich ziemlich unter Druck setzte. Dieses Jahr war es sogar noch schlimmer, denn ich hatte durch die Messen und Märkte im vergangenen Jahr viele interessante Kontakte geknüpft, teilweise mit sehr vielversprechenden Angeboten zur Zusammenarbeit. Natürlich dachte ich, dass ich diese tollen Chancen jetzt unbedingt sofort nützen müsse, um zusätzlich zu den arbeitsintensiven laufenden Projekten neue Projekte aufzusetzen und sie möglichst noch in diesem Jahr zu starten. ... Und dann kam Stineliese ins Spiel.

 

Bekannterweise ist mein Skizzenbuch Stineliese’s „natürlicher Lebensraum“ und als ich, irgendwann im Januar, wieder einmal so vor mich hinzeichnete, erschien plötzlich eine große Schildkröte auf dem Blatt, dann setzte sich Stineliese obendrauf und um ihre „ausgelassene Gelassenheit“ noch deutlicher zu demonstrieren, steckte sie sich auch noch kokett ein kleines Blümchen in den Mund. Ich musste schmunzeln und dann folgte ihre Erklärung: 

 

„Weißt Du warum Schildkröten so alt werden können? Weil sie in ihrer fokussierten Langsamkeit durchs Leben reisen. Sie verweilen so lange an einem Fleck, bis sie ein für SIE lohnendes Ziel ausgewählt haben, dann setzten sie sich LANGSAM in Bewegung und mit ihrer unbeirrbaren Art der gezielten, gleichmäßigen Fortbewegung sind sie verblüffend schnell unterwegs. Das nenne ich effizient.“ 

 

Manche Bilder berühren mich ganz tief drinnen, schwingen in mir weiter und stimmen Töne an, die dann manchmal beginnen in meinem Leben Wellen zu schlagen. 

Fazit: Ich schaue mir alle Kontakte, Ideen, Projekte in Ruhe an und führe Gespräche. Alles was dann für mich als sinnvolles Projekt erscheint und es damit ins nächste Jahr schafft, hat die Chance auf Nachhaltigkeit und bekommt hoffentlich durch diese neue „Kunst der effektiven Langsamkeit“ auch gute Wurzeln.

 

DANKE Stineliese!

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein inspiriertes Jahr 2020 der glücklich gereiften Entscheidungen.

 

Mit bunten Grüßen, Eure Conny 

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